Grundlage des schulinternen Curriculums stellen die Richtlinien und Lehrpläne für das Gymnasium für Chemie dar, die im Buchhandel erhältlich sind oder in der Schule eingesehen werden können. Aktuell ist die Fassung vom 06.05.2008 (Runderlass des Kultusministeriums vom 06.05.2008 - 523-6.08.1.13-66707 Chemie gemäß §29 SchulG (BASS 1-1)).

Das Fach Chemie wird durchgängig in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 unterrichtet, in den Jahrgangsstufen 7 und 8 mit je einer Langstunde und in der Jahrgangsstufe 9 mit zwei Langstunden pro Woche. Die Verteilung der Stunden des Faches in der Stundentafel der Sekundarstufe I kann man der Übersichtsseite "Unterricht und Unterrichtsfächer" entnehmen.

Den obligatorischen Inhaltsfeldern wurden nach Abstimmung und Beschluss der Fachkonferenz Chemie fachliche Kontexte nach Vorgaben der Kernlehrpläne zugeordnet.

Systematischer Wissensaufbau mit Hilfe von Basiskonzepten / Inhalte / konzeptbezogene Kompetenzen

Auf der Basis der von der Kultusministerkonferenz aufgestellten Bildungsstandards wurden für die Kernlehrpläne der Naturwissenschaften Basiskonzepte formuliert, in denen elementare Prozesse, Gesetzmäßigkeiten und Theorien der naturwissenschaftlichen Fächer strukturiert und vernetzt und somit der Überblick und das Lernen von Inhalten und Methoden erleichtert werden. Durch den ständigen Bezug zu den unten genannten Basiskonzepten wird die inhaltliche Kontinuität über die gesamte Sekundarstufe I gewährleistet. Darin findet sich auch der Gedanke des Spiralcurriculums wieder, das heißt viele grundlegende fachspezifische Inhalte und Methoden werden in jedem Jahr erneut aufgegriffen und vertieft.
Die drei für den Chemieunterricht bedeutsamen Basiskonzepte sind:

  • Chemische Reaktion
  • Struktur der Materie
  • Energie
Die Zuordnung der Basiskonzepte zu den Inhaltsfeldern ist der unten aufgeführten Übersicht (Tabelle) zu entnehmen.

Fachübergreifender Unterricht ist durch eine Verzahnung bei folgenden Inhaltsfeldern und Kontexten gewährleistet:

  • Wasser als Lebensraum für Organismen (Pflanzen und Tiere) [Biologie]
  • Dichte — Proportionale Zuordnungen, [Mathematik]
  • Zusammensetzung der Atemluft [Biologie]
  • Herkunft von CO2 und O2 [Biologie]
  • Zukunftssichere Energieversorgung: Von der Solarzelle zur Brennstoffzelle — moderne Konzepte zur Umwandlung und Speicherung von Energie [Physik]
Methoden — prozessbezogene Kompetenzen
Neben den Inhalten beschreiben die Kernlehrpläne auch sogenannte prozessbezogene Kompetenzen. Diese stellen annähernd die Fachmethoden dar und enthalten detaillierte Anforderungen in den Bereichen:

  1. Erkenntnisgewinnung
  2. Bewertung
  3. Kommunikation.
Diese Kompetenzen sollen bis zum Ende der Jahrgangsstufe 9 erreicht worden sein. Besonderer methodischer Schwerpunkt ist, wie auch in den Kernlehrplänen näher bestimmt wird, das Schülerexperiment als Methode, bei der alle drei Kompetenzbereiche besonders entwickelt werden. Im Anschluss an die Gegenüberstellung der Kontexte zu den Inhaltsfeldern erfolgt die Zuordnung der Inhaltsfelder zu den einzelnen Kompetenzen. Hier wird zwischen den konzept- und den prozessbezogenen Kompetenzen unterschieden.

Tabellarische Übersicht über die Zuordnung der Inhaltsfelder zu den Kontexten

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